Funktionen
Was auf dem Gerät passiert – und was Sie davon merken
gemelo Kiosk besteht aus zwei Teilen: einer App, die auf dem Android-Tablet läuft, und einer Verwaltung im Browser. Alles Folgende stellen Sie in der Verwaltung ein – das Gerät holt es sich.
Geräteverwaltung
Ein vollwertiges MDM – nicht nur eine App im Vollbild
gemelo Kiosk ist eine Mobile-Device-Management-Lösung für Android. Beim Einrichten wird die Kiosk-App als Device Owner gesetzt – die höchste Verwaltungsrolle, die Android kennt. Damit liegt die vollständige Kontrolle über das Gerät bei Ihnen, nicht beim Besucher und nicht beim Zufall.
- Anwendungen still installieren und entfernen – ohne Play Store, ohne Google-Konto, ohne dass jemand am Gerät etwas bestätigen muss.
- Zeitfenster für Systemupdates – Sie legen fest, wann Android ein heruntergeladenes Update einspielen (und damit neu starten) darf. Zum Beispiel nachts zwischen 2 und 4 Uhr, nicht mitten in der Öffnungszeit. Die Verwaltung zeigt je Gerät, ob ein Update bereitliegt.
- Eigene Stammzertifikate verteilen – für Standorte mit eigener Zertifizierungsstelle oder aufbrechendem Proxy. Zurücknehmen genauso.
- WLAN-Zugänge hinterlegen – die Geräte verbinden sich selbst, das Passwort muss niemand vor Ort eintippen.
- Systemeinstellungen setzen – Helligkeit, Lautstärke, Bildschirmschoner, Rotationssperre. Was Sie nicht anfassen, bleibt unangetastet.
- Strom sparen im Lade-Rack – der Bildschirm geht aus, sobald das Netzteil steckt. Ihre eigene App bekommt dazu Einstellungen aus der Verwaltung durchgereicht, je Projekt und je Gerät – ohne Neustart.
- Tasten und Menüs sperren – Lautstärketasten einzeln, Power-Menü geräteweit, samt abgesichertem Start.
- USB-Debugging aus der Ferne ein- und ausschalten – für den Servicefall an, danach wieder zu.
- Geräte sicher identifizieren – die Hardware-Seriennummer ist unter Android nur dem Device Owner zugänglich. Dazu Android-Version, Sicherheitspatch-Stand und installierte App-Versionen.
Diese Rolle vergibt Android nur beim Ersteinrichten eines zurückgesetzten Geräts – genau dann, wenn Sie den QR-Code scannen. Sie lässt sich nachträglich nicht heimlich nachrüsten, und ein Werksreset entzieht sie wieder. Das ist die Sicherheitszusage von Android, und wir halten uns daran.
Der gesperrte Modus
- Android hält die App fest – nicht nur Vollbild: Startbildschirm, Zurück-Taste und Benachrichtigungen sind aus.
- Lautstärketasten einzeln sperrbar – typischer Fall: leiser ja, lauter nein.
- Power-Menü sperrbar (Ausschalten, Neustart, Notruf) – wirkt geräteweit, samt abgesichertem Start.
- Versteckter Ausstieg fürs Personal – über eine Tastenfolge, danach das Pinpad.
- PIN aus der Ferne änderbar – 4 bis 8 Ziffern, gilt fürs Projekt oder für ein einzelnes Gerät. Kein neues Provisionieren nötig.
- Start-Countdown – das Zeitfenster, in dem jemand vor Ort ans Pinpad kommt, bevor die Anwendung wieder übernimmt.
- Rückweg in den Kiosk – falls doch einmal eine fremde App im Vordergrund hängt, auch ohne Netz.
- Offline lauffähig – fällt das WLAN aus, startet das Terminal trotzdem.
Einrichtung per QR-Code
Die Verwaltung erzeugt je Projekt einen Code. Beim ersten Start des zurückgesetzten Tablets scannen Sie ihn – darin stecken:
- die WLAN-Zugänge der Ausstellung
- die Adresse der Verwaltung, an die das Gerät melden soll
- das Projekt, zu dem das Gerät gehört
- die Start-PIN fürs Personal
Das Gerät richtet sich damit selbst ein und meldet sich. Zehn Geräte für dieselbe Ausstellung sind zehnmal derselbe Handgriff.
Ihre Anwendung, drei Wege
Was auf dem Terminal laufen soll, wählen Sie in der Verwaltung:
- Eigene App (APK) – hochladen, dem Projekt zuweisen, fertig. Die Geräte laden und installieren sie selbständig. Version und Versionsnummer liest die Verwaltung direkt aus der Datei.
- Website – eine Adresse im Vollbild, mit den Regeln, die Sie setzen. Ohne Adressleiste, ohne Ausweg auf fremde Seiten.
- Video – ein Film im Vollbild, in Dauerschleife oder erst auf Berührung. Sie wählen, welche Bedienelemente der Besucher bekommt, und blenden einen Hinweistext ein. Das Gerät spielt den Film aus dem Netz oder lädt ihn einmal herunter und kommt danach ohne Verbindung aus.
Eine neue Version rollen Sie genauso aus – hochladen, zuweisen. Niemand muss ein Tablet aus der Vitrine nehmen.
Im laufenden Betrieb
Meldungen
Die Geräte melden sich regelmäßig mit Zustand und Version. Wer länger nichts von sich hören lässt, fällt in der Übersicht auf.
Vererbte Einstellungen
Vorgabe am Projekt, Ausnahme am Gerät. Was Sie nicht anfassen, bleibt unangetastet – auch die Systemeinstellungen des Tablets.
Updates
Die Kiosk-App aktualisiert sich selbst, Ihre Anwendung ebenfalls – gesteuert über die Verwaltung, nicht über einen Store.
Lizenzen
Lizenziert wird je Gerät. Die Lizenz liegt signiert auf dem Gerät und wird auch ohne Netz geprüft.
Zustand
Strom, Akku und Temperatur im Blick
Jede Meldung eines Geräts bringt fünf Messwerte mit: Ladestand, ob es am Strom hängt, die Akkutemperatur, Androids Drosselungsstufe und dessen Urteil über den Akku. Sie stehen in der Geräteliste – sortierbar und farbig markiert, damit man sie nicht auf dreißig Detailseiten suchen muss.
Stromversorgung
Ein fest montiertes Tablet steht immer auf 100 % – die Zahl ist langweilig, bis sie fällt. Dann ist das Netzteil ausgefallen, die Steckdose tot oder jemand hat den Stecker gezogen. Sie sehen es Stunden bevor sich das Gerät abschaltet und wie ein Netzwerkproblem aussieht. Unter 20 % ohne Netzteil wird der Wert rot.
Temperatur
Steht das Gerät in der Sonne? Kocht es in der geschlossenen Vitrine? Die Akkutemperatur beantwortet genau diese Gehäusefrage. Daneben steht Androids eigene Drosselungsstufe – denn ab wann es kritisch wird, ist geräteabhängig: 43 °C sind auf dem einen Tablet Normalbetrieb und auf dem anderen kurz vor dem Ruckeln.
Verlauf
Auf der Geräteseite liegen 90 Tage als Kurve: Temperatur, Ladestand und die Zeiträume ohne Netzteil hinterlegt. So sieht man „dieses Gerät kocht jeden Nachmittag ab 14 Uhr“ oder „der Stecker sitzt locker“ – was im Augenblickswert nie auffällt.
Die Werte reisen an der Meldung mit, die ohnehin stattfindet – sie kosten das Gerät keine zusätzliche Funkverbindung und damit keine Laufzeit. Was ein Gerät nicht hergibt, bleibt leer statt auf null zu stehen: die Drosselungsstufe kennt Android erst ab Version 10, und ein Tablet ohne Akkusensor meldet keine Temperatur. Ein unplausibler Wert wird verworfen – kein Wert ist ehrlicher als ein erfundener.
Fernwartung
Eingreifen, ohne hinzufahren
Drei Aktionen für ein einzelnes Gerät oder für viele auf einmal – ausgelöst in der Verwaltung, abgeholt vom Gerät beim nächsten Melden.
Neu starten
Ein Terminal aus der Ferne neu starten – einzeln oder gleich die ganze Ausstellung. Auch das kann nur ein Device Owner. Wer möchte, lässt täglich zu einer festen Uhrzeit neu starten. Ein Fehlklick ist zurücknehmbar, solange das Gerät ihn noch nicht abgeholt hat.
Gerät finden
Welches der zwölf Tablets ist das in der Verwaltung markierte? Ein Ping lässt genau dieses einmal piepen und den Bildschirm kurz weiß aufblitzen. Sie sehen es vom anderen Ende des Raums – ohne jedes Gerät anzufassen.
Live-Takt
Normalerweise meldet sich ein Gerät alle fünf Minuten – sparsam, aber zäh, wenn man gerade davorsteht. Der Schnelltakt stellt es für eine Viertelstunde auf fünf Sekunden. Danach schaltet es von selbst zurück, auch wenn die Verbindung abreißt.
Ein Kiosk nimmt von außen keine Verbindungen an – das ist der Sinn der Sache. Deshalb wird eine Aktion vorgemerkt und beim nächsten Melden abgeholt. Wenn es schnell gehen muss, schalten Sie den Live-Takt ein: dann kommt alles Weitere in Sekunden an.
Mehrere Häuser, getrennt gehalten
Die Verwaltung ist mandantenfähig: Projekte, Geräte, Anwendungen und Benutzer eines Hauses sind von denen anderer getrennt. Rechte gelten je Mandant – wer bei Ihnen alles darf, darf deshalb woanders gar nichts.
Angemeldet wird sich mit E-Mail und Passwort oder mit dem Microsoft-Konto Ihrer Einrichtung.
Auch im eigenen Haus
gemelo Kiosk läuft als gehosteter Dienst – oder auf Ihrem eigenen Server, wenn die Geräte das Haus nicht verlassen dürfen. Die Adresse der Verwaltung steckt im Provisionierungs-Code; ein bei Ihnen erzeugter Code zeigt auf Ihren Server.
In drei Klicks zum Testkonto
Kein Angebot, kein Termin, keine Zahlungsdaten: Konto anlegen, Projekt erstellen, QR-Code erzeugen – und das erste Tablet läuft. 14 Tage mit bis zu 10 Geräten.
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